Alltag auf den Straßen Wiens, gewalttätige Ausschreitungen in Belfast, wartende Arbeitslose, laufende Demonstrant*innen, Trubel auf einem Bahnhof, Tanzende in einem Club – für die Inhalte seiner Bilder ließ sich der Wiener Künstler Georg Eisler unmittelbar vom Leben inspirieren. Die teils brisanten Themen zeugen von einer kritischen Auseinandersetzung des Künstlers mit dem Alltäglichen, dem Politischen und dem Sozialen. Im Fokus seiner Arbeiten stand meist der Mensch und sein Verhältnis zur Umwelt. Eisler beobachtete und hinterfragte dessen Verhalten und erkundete feinfühlig die Vielschichtigkeit von Identitäten und Mentalitäten.
Mit einer meist flotten und ungezwungenen Pinselschrift hielt Eisler seine Motive auf der Leinwand fest. Obwohl er stilistisch über Jahrzehnte einem expressiven Realismus verhaftet blieb und modische Strömungen negierte, widmete er sich thematisch ganz dem Hier und Jetzt. Persönliche Tage- und Arbeitsbücher geben Aufschluss über Eislers Gedanken, Eindrücke und malerische Ansichten. Seine beeindruckenden und ergreifenden Bilder, die Themen seiner Kunst haben bis heute nichts an Aktualität verloren. Eisler sicherte Spuren des Lebens.weiterlesen