2018: Faszination Afrika
Klischees, Konflikte und Lernprozesse
Produktform: Buch
Faszination Afrika – Kein anderer Kontinent ruft bei uns so viele Bilder, Klischees und gegensätzliche Vorstellungenhervor wie Afrika: der schwarze Kontinent, der Krisenkontinent, der verlorene Kontinent heißt es in der negativkritischen Variante von (Entwicklungs-)Politik, Wirtschaft und Medien. In der positiv-schwärmerischen Variante von Literatur, Musik oder Tourismusbranche dagegen ist es der Kontinent von Weite und Abenteuer, von Wildheit und Ursprünglichkeit.
Auf diesen Kontinent – dreimal so groß wie Europa – mit insgesamt 55 Staaten leben etwa eine Milliarde Menschen, die Hälfte davon unter 14 Jahren. Ein Kontinent der Vielfalt mit enormen Potentialen in beide Richtungen – zur Entwicklung und zur Gewalt. Auf keinem anderen Kontinent ermittelte das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung (HIIK) aktuell so viele Kriege und Konflikte wie in den Subsahara-Staaten und erklärte die Region zum „globalen Krisenherd“. Gleichzeitig ist er reich an Bodenschätzen und fruchtbaren Böden – und doch leben Viele in bitterer Armut – ein anhaltendes Paradoxon, dessen Wurzeln auch in der Weltökonomie gründen. Zentral und am umfangreichsten ist das 1. Kapitel dieses Jahrbuches mit dem Blick auf Kirche, Mission, Theologie und ökumenische Partnerschaften. In einem 2. Kapitel leuchten wir die weit zurückreichenden wirtschaftlichen Verflechtungen angesichts der Globalisierung aus. Und im 3. Kapitel werfen wir einen Blick auf einige Felder in Gesellschaft, Kultur und Alltagsleben. Von den rund 30 Artikeln wurde gut ein Drittel von afrikanischen Autorinnen und Autoren verfasst.weiterlesen
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