Zur Rolle der Beherrschten in der mittelalterlichen Herrschaftslegitimation
Produktform: Buch / Einband - flex.(Paperback)
Mittelalterliche Herrschaftslegitimation wurde unter verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Hier sollen die Beherrschten im Mittelpunkt stehen und die Rolle, die sie bei mittelalterlichen Theoretikern in deren Vorstellung von einer rechtmäßigen Herrschaft spielten. Im frühen Mittelalter stellen Fürstenspiegel und andere erbauliche Schriften die wichtigste Quellengrundlage dar, wohingegen während des Investiturstreits Streitschriften die Hauptrolle spielen, die sich bereits verstärkt der Legitimation der Herrschaft ihrem Grunde nach widmen. Mit der Aristotelesrezeption entstehen umfassende politische Schriften, die Herrschaft und Staatlichkeit in den unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchten. Die Verpflichtung der Herrschaft auf das Allgemeinwohl, Gesetzesbindung von Herrschaft, Widerstandsrecht der Beherrschten und Wahlen als Legitimations- und Partizipationsvehikel sind nur einzelne Elemente, die in diesem Rahmen angesprochen werden. Während des Mittelalters lässt sich eine Entwicklung beobachten, die ausgehend von inhaltlichen Anforderungen an die Herrschaft oder an die Person des Herrschers hin zu eher formalen Aspekten weist: Standen im Frühmittelalter noch Fähigkeiten des Herrschers, sein Lebenswandel oder auch sein Verhalten gegen seine Untertanen im Mittelpunkt des Interesses, so war es in späterer Zeit eher das korrekte Verfahren, wie die Wahl bei der Herrschaftsübertragung oder die Gesetzesbindung bei der Herrschaftsausübung.weiterlesen
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